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5. Allied Societies and Activities Volkswagen Foundation: Open for Grant Applications - a Willing Collaborator for non-German Applicants writes As you may already know, the Volkswagen-Stiftung (Volkswagen Foundation) has recently announced a new program on the documentation of endangered languages and is soliciting applications for project grants. Information on the program is available on the internet (so far apparently in German) at the address
http://www.volkswagen-stiftung.de/infotext/infodoku.htm
The responsible person at the VW-Stiftung is Dr. Vera Szöllössi-Brenig,
The main reason for this message is to draw your attention to one point in the announcement, in the first paragraph of section VII. Here it says that applications from abroad are treated equally with those from Germany, but that applicants from abroad are expected to develop institutional cooperation with individual scientists or scientific institutions in Germany. The Department of Linguistics of the Max Planck Institute for Evolutionary Anthropology, which has the documentation of endangered languages as one of its areas, would be happy to consider cooperation with applicants from outside Germany who are seeking such a link... With best wishes, Bernard Comrie
Prof. Dr. Bernard Comrie, Director,
Editor’s note: Volkswagen-stiftung: Merkblatt für Antragsteller 1. Zielsetzung Weltweit werden heute ungefähr 6500 Sprachen gesprochen. Es ist davon auszugehen, daß davon rund zwei Drittel im 21. Jahrhundert aussterben werden. Jede Sprache ist auf das engste mit der Kultur ihrer Sprecher verknüpft, und jede Sprache und Kultur stellen je spezifische Ausprägungen menschlichen Denkens und sozialer Organisation dar. Deshalb werden mit jeder Sprache unschätzbare geistige Werte für immer verloren gehen. Weder die nationalen und internationalen Kulturbehörden noch die entsprechenden wissenschaftlichen Disziplinen sind darauf vorbereitet, Maßnahmen zur umfassenden und womöglich letztmöglichen Dokumentation auch nur weniger Sprachen zu ergreifen. Die Volkswagen-Stiftung möchte mit ihrer Förderinitiative dazu beitragen, diesem unwiederbringlichen Verlust zu begegnen. Angesichts des vorauszusehenden rasanten Sterbens von Sprachen innerhalb von nur ein bis zwei Generationen erscheint die systematische Dokumentation als das Dringlichste. Sie sollte durch drei Schlüsselbegriffe gekennzeichnet sein: Datenorientierung, Multifunktionalität und allgemeine Zugänglichkeit. Der exemplarische Charakter des Programms bezieht sich nicht nur auf das Endprodukt der einzelnen Sprachdokumentation, sondern auch auf die Entwicklung und Erprobung neuer Verfahren der Erhebung, Aufbereitung und Archivierung sprachlich-kultureller Daten. Diese Verfahren sollen Modellcharakter haben und sich auch bei der Dokumentation anderer Sprachfamilien anwenden lassen.Das Programm ist interdisziplinär ausgerichtet: Mit ihm wird nicht nur die fachübergreifende Zusammenarbeit bei der Datenerhebung unterstützt, sondern es zielt auch auf eine spätere multi- und interdisziplinäre Nutzungsmöglichkeit der Dokumentationen. 2. Struktur des Programms Das Programm teilt sich in eine einjährige Startphase und eine folgende Hauptphase, in denen Projekte zur Dokumentation bedrohter Sprachen durchgeführt werden. Parallel dazu wird ein Multimedia-Datenbank-Projekt initiiert, das die Sprachdokumentationen technisch unterstützt. In der Startphase des Programms werden bis zu sechs Pilotprojekte gefördert, die explorative Funktion haben. Sie erarbeiten die Mindestanforderungen für die Dokumentation einer bedrohten Sprache zwischen dem Grad der Bedrohtheit und der Dringlichkeit der Dokumentation einerseits und der umfassenden Dokumentierbarkeit zur inter- und multidisziplinären Nutzung andererseits; sie bestimmen methodische Standards zur möglichst authentischen Datenerhebung und erstellen inhaltlich das Design der Datenbank anhand von ersten Teildokumentationen. Um innovative Konzepte mit breiter Geltung entwickeln zu können, sollten die ausgewählten Sprachen unterschiedlichen Sprachfamilien angehören. Pilotprojekte können in Dokumentationen der Hauptphase überführt werden. In den mehrjährigen Dokumentationsprojekten der Hauptphase wechseln sich Feldforschungsaufenthalte zur multimedialen Datenerhebung mit ihrer computergestützten Aufarbeitung ab. Das Ziel sind exemplarische Dokumentationen bedrohter Sprachen. Die Durchführung und die Zusammenarbeit zwischen den Projekten werden durch das oben erwähnte Datenbank-Projekt unterstützt. Es soll ein multimediales Repräsentationsformat für die Dokumentationen bereitstellen und für anfallende Probleme bei der Digitalisierung und Archivierung der Daten professionelle Lösungen anbieten. Darüber hinaus sichert es den Wissenstransfer zwischen den Pilotprojekten der Startphase und der Hauptphase. Schließlich soll dieses Projekt - neben der Speicherung jeder einzelnen Dokumentation auf CD - eine Lösung für eine allgemein zugängliche Archivierung der Sprachdokumentationen erarbeiten, die drei Zielvorstellungen genügt: Die Archivierung soll auf Dauer angelegt sein, vorzugsweise zentral erfolgen und nach Möglichkeit über das Internet nutzbar sein. 3. Profil der Dokumentationsprojekte Jedes Dokumentationsprojekt soll für (mindestens) eine bedrohte Sprache die Daten systematisch aufnehmen, aufbereiten und archivieren. Dabei gilt eine Sprache dann als bedroht, wenn die Sprachgemeinschaft sie - vor allem aus politischen und wirtschaftlichen Gründen - zugunsten der Sprache der sie umgebenden dominanten Kultur nicht mehr in der Öffentlichkeit gebraucht. Der Status der Sprache sinkt zunächst in aller Regel zu dem einer "Haussprache" herab, bis die Sprecher die von außen herangetragene negative Haltung gegenüber ihrer Sprache übernehmen und sie nicht mehr an ihre Kinder weitergeben. Jeder Sprachdokumentation sollte eine kurze linguistische Beschreibung der Sprache hinsichtlich ihrer als wahrscheinlich angenommenen genetischen Affiliation sowie eine Skizze der sozialen und historischen Situation der Sprache und der Sprachgemeinschaft vorangestellt werden. Die Dokumentation selbst ist als ein Korpus von Primärdaten zu konzipieren, das möglichst viele verschiedene Textsorten repräsentiert. Sie kann daneben auch andere systematisch erhobene Daten über die Sprachgemeinschaft selbst umfassen. Die Dokumente sollen in Schrift, Ton, Bild und - wenn möglich - auch als Video vorgelegt werden. Das gewonnene Material soll - dem Kriterium der Datenorientierung entsprechend - in einer Dokumentation aufgearbeitet werden, die sich von einer Sprachbeschreibung im herkömmlichen Stil, also im wesentlichen Grammatik und Lexikon, unterscheidet. Sie sollte u.a. folgende Bestandteile als Sekundärdaten umfassen: eine Skizze des Lautsystems; eine praktische Orthographie; die sprachwissenschaftliche Darstellung der erhobenen Sprachdaten auf der in einer morphem-interlinearen Transkription repräsentierten morphologisch/syntaktischen Ebene; eine freie Übersetzung der dokumentierten und transkribierten Texte; einen beschreibenden und erklärenden Kommentar zu jeder Textsorte und jeder Sprechsituation; speziell erhobene lexikalische Daten; eine Sammlung morphologischer Formen (z.B. Flexionsparadigmen); Informanten-befragungen zur Klärung spezieller Aspekte. Die Daten sind in einem theorieübergreifenden Format zu präsentieren. Sie müssen so weit aufbereitet sein, daß sie nicht nur als Basis für linguistische Untersuchungen, sondern auch - gemäß der geforderten Multifunktionalität - für Analysen im Rahmen anderer Disziplinen dienen können. Deshalb soll die Datensammlung sprachliche Phänomene als Teil eines umfassenden kulturellen und sozialen Komplexes erfassen. Für die allgemeine Zugänglichkeit und dauerhafte Nutzung der Daten müssen die Daten digitalisiert, in ein multimediales Repräsentationsformat überführt und so archiviert werden, daß eine allgemeine Zugriffsmöglichkeit besteht. 4. Projektanforderungen
Eine Förderung von Dokumentationsprojekten im Rahmen des Programms ist in der Start- wie in der Hauptphase von folgenden Bedingungen abhängig:
Bei Antragstellung sollte eine offizielle Forschungsgenehmigung und die Zustimmung der Sprachgemeinschaft zur Dokumentation ihrer Sprache vorliegen.
Die institutionellen Voraussetzungen zur organisatorischen Durchführung des beantragten Dokumentationsprojektes bis hin zur Archivierungsmöglichkeit sollten vorhanden sein. Die Verantwortung für die allgemeine Zugänglichkeit der Dokumentation und die Verpflichtung zur weiteren Datenpflege liegen, unbeschadet einer möglichen zentralen Archivierung, bei den Antragstellern. Bei den Pilotprojekten in der Startphase wird darüber hinaus die Bereitschaft zur Weitergabe der operationalisierbaren Ergebnisse erwartet. Dazu gehört zum einen ein Abschlußbericht zwei Monate nach Projektende sowie zum anderen die Teilnahme an einem Workshop, um die Resultate und Erfahrungen auszuwerten und für die Hauptphase nutzbar zu machen. 5. Abgrenzung Die Ausrichtung auf die Dokumentation bedrohter Sprachen in Form von Datenkorpora ist zentrales Kriterium für eine Zuordnung zum Programm. Ausgeschlossen sind daher Projekte zur Dokumentation nicht bedrohter Sprachen, Projekte zu schon gut dokumentierten Sprachen, Projekte mit eher theoretischer oder methodischer Zielsetzung und Projekte, bei denen die linguistische Dokumentation anderen Zielen wie z.B. der Missionierung neben- und untergeordnet ist und die den Verlust kultureller Traditionen der Sprachgemeinschaft nach sich ziehen können. Gemäß diesen Zielvorstellungen sind Projekte, deren Hauptzweck die Erstellung von Lexika und Grammatiken ohne umfangreiche Textsammlungen ist, und Projekte zu Sprachen, deren Verfall so weit fortgeschritten ist, daß sie keine umfassende Dokumentation mit Textsammlungen mehr zulassen, zwar nicht ausgeschlossen, aber doch nachrangig. 6. Fördermöglichkeiten
Entsprechend der Struktur des Programms können gefördert werden:
Startphase : Pilotprojekte mit maximal einjähriger Laufzeit zur dokumentarischen Aufarbeitung größtenteils schon vorliegenden Datenmaterials aus unterschiedlichen Sprachfamilien: Vergabe von Personalmitteln, Reisekostenzuschüssen, v.a. für die Feldforschungsaufenthalte, und Sachmitteln
Start- und Hauptphase: ein Datenbankprojekt zur Entwicklung eines multimedialen Repräsentationsformats der Sprachdokumentationen und einer Lösung für die Archivierung: Vergabe von Personal- und Sachmitteln, ggf. auch Reisekostenzuschüssen
Hauptphase: Forschungsprojekte mit maximal fünfjähriger Laufzeit zur Datenerhebung und Dokumentation bedrohter Sprachen: Vergabe von Personalmitteln, Reisekostenzuschüssen, v.a. für die Feldforschungsaufenthalte, und Sachmitteln Symposien und Sommerschulen zur Dokumentation bedrohter Sprachen oder zur Programmbegleitung. 7. Antragstellung Anträge können schriftlich ohne weitere Formerfordernisse an die Geschäftsstelle der Volkswagen-Stiftung gerichtet werden. Anträge aus dem Ausland sind deutschen Anträgen prinzipiell gleichgestellt, doch setzt eine nähere Prüfung grundsätzlich eine definierte und im Antrag ausführlich zu erläuternde Kooperation mit wissenschaftlichen Einrichtungen oder Wissenschaftlern in der Bundesrepublik Deutschland voraus.
Anträge sollten in Englisch abgefaßt sein und folgende Informationen enthalten:
kurze, möglichst aussagekräftige Bezeichnung des Vorhabens
Anträge auf Förderung von Symposien und Sommerschulen sollten zusätzlich folgende Informationen enthalten: Weitere Angaben: Die Stiftung kann Fördermittel nur an wissenschaftliche Einrichtungen vergeben. Bei Antragstellern außerhalb des unmittelbaren Hochschulbereichs und der allgemein bekannten außeruniversitären Forschungsinstitutionen sind daher weitere Angaben zu Rechtsform, Satzung, Besetzung der Organe und Gremien, Gemeinnützigkeit, Etatgestaltung und Haushaltsprüfung der zu fördernden Einrichtung notwendig. Soweit ein Tätigkeitsbericht der antragstellenden Einrichtung vorliegt, sollte auch dieser übersandt werden.
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8. Auskünfte Für weitere Auskünfte steht die Geschäftsstelle der Volkswagen-Stiftung, Hannover: Dr. Vera Szöllösi-Brenig, Tel.: 0511/8381-218 oder E-mail: szoelloesi(at)volkswagen-stiftung.de (bitte vergessen Sie nicht, Ihre Postanschrift anzugeben) zur Verfügung. Project "Strategies for Language Revitalization" at Univ. Canterbury, NZ. Dear language revitalization/endangered language colleague(s), We are writing both to seek help and to offer help. We have a small three-year grant to survey research and applied programs on language revitalization. The goal is to assemble a basic resource/reference on strategies, techniques, and methods used to revitalize endangered languages or to help speakers and communities in language maintenance and in resisting language shift. In many instances, appropriate strategies require an understanding of causes of language shift and language endangerment, and therefore part of the project is also addressed to these causes. We hope also to determine, at least in part, which strategies/techniques are more valuable and which are less fruitful in general.
We would like to ask help with our project. We would be very grateful to you for any information you could send us of the following sort: In return, we will be happy to share with you the final product - the compilation and evaluation of resources and techniques in language revitalization -- when we have finished the project. We anticipate it being a valuable general resource/reference for individuals and organizations concerned with this problem. If you want to send information in French, German, or Spanish, we don't mind (or in Finnish or Turkish, too, for that matter).
We prefer e-mail, but regular mail and fax are also fine; some contact details are: Thank you in advance,
Professor Lyle Campbell , Joan Smith/Kocamahhul Phone: +64-3-364-2242 fax: +64-3-3642969
"The Indigenous Language Institute", ILI Many communities are now looking for ways to revive, (re)vitalize, and stabilize their heritage languages. Other communities have already experimented with many different types of language programs, but there is no composite data on what these programs are, what problems and issues surround a program, how a program is operated, what needs there may be in existing programs, and how a community goes about setting a program up. The purpose of this data collection project is to gather information from as many different types of programs as possible, analyze their common methods, processes, effectiveness, and problems/ issues, and create an organized data base. The information then will be disseminated to a wide range of communities and individuals who plan to create new programs. We would like to request your assistance in (1) identifying language programs, either community-based or (tribal/private/public) school-based, and (2) getting specific information (see the topics below). Working from your recommendations, we will contact a number of programs and make arrangements for our two graduate student researchers (Mary Linn and Sheilah Nicholas) to make site visits. The result of each visit will be a report about the program, and a draft will be shared with the individuals Mary and Sheilah have met with for comments or modifications. We want to make sure that the information is accurate and that it can be shared with other Native American communities. We will follow the same procedure with any information we obtain directly from you. The first phase of the project will be restricted to language programs in the United States. Thereafter (in about 8 to 12 months) we anticipate expanding the coverage to Canada.
Thank you in advance for your willingness to assist us in this important project. All responses should be directed to IPOLA, at the address below.
The following topics will be covered in the site visits:
2. Language program profile
3. The goal of the program d. Who manages it (e.g. a designated tribal office, the Bilingual Education Unit in the school district, etc.) Also, who finances it (grant money from ANA, by the tribe, etc.). 4. Who are the teachers? How are teachers selected, recruited, and trained? 5. Who are the learners? 6. What materials are used? How are language materials prepared and produced? What are the materials (documentation, grammar, dictionary, books, interactive materials, photo-books, language tapes, language cards, etc.)? 7. Are there language researchers separate in addition to teachers? If so, how are they recruited and trained? What do they do? Do those researchers actively participate in the language program? How do they contribute to the goals of the program? 8. Are there curriculum and materials developers in addition to teachers? How are they recruited and trained? Have you (or they) developed your curriculum? How about language teaching materials? 9. Results: How long has the program been running? How have the objectives been accomplished? What has been effective? 10. Needs: What are the needs of your program? What would make your program even more effective and successful? 11. Sharing: Can the curriculum, language teaching materials, or any- thing else be shared with other communities? Can we give your name (or someone else in the program) to others who need assistance in planning and developing a curriculum and/or language teaching materials? Or is it easier for IPOLA to have a copy of relevant materials for dissemination to those who seek assistance?
The field linguists Mary S. Linn is a Ph.D. candidate in Linguistics at the University of Kansas. She has been working with the Euchee (Yuchi) community in Oklahoma since 1994. Mary has been involved in language maintenance and revitalization in Oklahoma through the Oklahoma Native American Languages Development Institute, the Euchee Language Class of Sapulpa, and with the Oklahoma Native Languages Association. She has been one of the keyparticipants in language workshops and training programs for Native language teachers in Oklahoma. Language Link: new on-line Newsletter from the E.R.I.C. Clearinghouse on Languages and Linguistics
From: "Donna Christian"
The E.R.I.C. Clearinghouse on Languages and Linguistics is pleased to announce the publication of Language Link, a quarterly on-line newsletter.
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Each issue of Language Link will focus on a specific theme related to foreign language education, English as a second language, bilingual education, or linguistics. Profiles of relevant books, journals, and recent E.R.I.C. documents will follow a feature article on the theme. Each issue will also feature news from E.R.I.C. partners and the E.R.I.C. system, as well as information about forthcoming conferences and links to organizations and publishers.
The first issue, scheduled for publication in June 1999, will focus on language policy and re-authorization of the Elementary and Secondary Education Act (E.S.E.A.).
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